light

2019, ongoing

Wenn etwas in seine Bestandteile zerfällt, seine Form aufgibt und in die undefinierte, lose Masse übergeht – soll es in die alte Form zurückfinden, wie findet es sich wieder in eine neue, braucht es eine neue Form? Braucht es ein Gefäß, eine Umrisslinie, die die weichen, leisen Teilchen in ihr Objekt einfasst oder sind sie in Ordnung mit sich und ihrem Zustand? Tastendes Licht und abgelichtetes Objekt verschwimmen in ihren Grenzen und lassen vom Konkreten nur noch eine Ahnung und die Erinnerung an das Chaos.

5 photographies, 50x60cm
silklined frames within black wooden frames
overall dimension 58x68cm

Quartett

joint exhibition

Rosa-Violetta Grötsch

Die Zeichnungen und Skulpturen der Serie growth (2019) zeigen die jüngste Beschäftigung der Künstlerin mit der Linie. Feine Nuancen der Natur, des Wachstums und der Annäherung entwickeln sich über den Strich. Es geht um Symbiose, um ein Streben nach physischem und kompositorischem Gleichgewicht und um das Anlehnen an das Gegenüber. 

http://www.rosaviolettagroetsch.de/

 

Hannah Meisinger

Hannah Meisinger bearbeitet in ihren Arbeiten grundlegende Fragen der Malerei. So auch die Frage nach dem Bild an sich. Woraus besteht es? Was ist Bildträger, was ist Motiv? Sind diese Rollen fest zugeschrieben? Sind sie variabel? Es entstehen sich wechselseitig durchdringende Bildmomente, die durch die De- und Rekontextualisierung der verwendeten Elemente Fragen nach Realität und Fiktion, nach Authentizität und Wertigkeit aufwerfen. Die so entstehenden Motive verweigern sich einer klaren Lesbarkeit. Ihre Mehrdeutigkeit bedingt sich neben der Vielzahl an Zuschreibungen, mit denen ihre verschiedenen Bestandteile aufgeladen sind, auch durch eine Arbeitsweise, die Produktionsprozesse offenlegt und somit Kontext und Bedingungen der eigenen Entstehung thematisiert.

 

Ida Lorbach

In den Zeichnungen Pleasure Construction (2018) treffen Körper, Haare, Stoffmuster und abstrakte Flächen aufeinander. Die Formate zeigen Ausschnitte: Situationen von Berührungen und Blicken. Je nach Anordnung im Raum verändert sich der Bezug der Bilder zueinander. Es geht es um das Verlangen, Körperlichkeit neu zu denken und wahrzunehmen und bestehenden Konzepten von Sinnlichkeit sensitive Aspekte hinzuzufügen.

https://www.idalorbach.com/